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FC Rhenania feiert 100. Geburtstag

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 20. Oktober 2011 um 09:26 Uhr

Großes Jubiläum im kleinen Gönnersdorf

Gönnersdorf - 100 Jahre besteht der FC Rhenania Gönnersdorf nun schon. Für das kleine Dorf im Vinxtbachtal soll diese Erfolgsgeschichte am Wochenende gebührend gefeiert werden.

fcr1926_rzDie Fußballmannschaft des FC Rhenania Gönnersdorf im Jahr 1926.

Nachdem bereits 1874 in Braunschweig zum ersten Mal auf deutschem Boden Fußball gespielt wurde, dauerte es nicht lange, bis die Faszination des bis dahin im Land unbekannten Sports auf die Jugend im gesamten Kaiserreich übergriff. Gönnersdorf lag durch die Grenze zweier römischer Provinzen schon in historischer Zeit an entscheidender Stelle, sodass es auch in Sachen Fußball nicht lange dauerte, bis er im Ort seine Freunde fand.

Man schrieb das Jahr 1911, genau den 20. August, als sich Josef Nett, Lorenz Marx und Nikolaus Bell trafen und beschlossen, die Ausübung ihres Lieblingssportes in preußisch exakte Bahnen zu lenken.

Sie gründeten den Fußballclub (FC) Rhenania (Rheinland) Gönnersdorf und brachten damit eine Erfolgsgeschichte in Gang, die bis heute anhält. Zwar begann es schleppend, der Verein hatte weder einen vernünftigen Fußball noch ein Spielfeld, aber mit viel Idealismus und Freude gingen die Mitglieder zur Sache. Die Fußballer spielten auf Feldern und in Nagelschuhen.

Als es gerade etwas lief, kam der Erste Weltkrieg. Alle jungen Sportler wurden zur Reichswehr eingezogen. Von der ersten Mannschaft kehrten acht Spieler nicht mehr zurück. Erst 1920 begann das sportliche Leben in Gönnersdorf auf Initiative von Nikolaus Bell und Johann Ockenfeld wieder erste Regungen zu zeigen. Der Verein wurde dem Westdeutschen Spielverband angegliedert und dem Bezirk Andernach/Mayen zugeteilt. Oft war es schwierig, am Sonntag eine komplette Mannschaft zusammenzubringen. Bald kam es auch zu ersten Erfolgen. Zunächst gelang der Aufstieg in die C-Klasse und noch vor dem Zweiten Weltkrieg in die A-Klasse.

In den Jahren nach 1939 wurde der Verein durch den Zweiten Weltkrieg geschwächt. 27 Vereinsmitglieder kamen nicht mehr zurück. Trotzdem wurde bereits 1946 in Gönnersdorf der Spielbetrieb wieder aufgenommen - bis zum heutigen Tag ohne Unterbrechung. Sportlich folgte eine stetige Aufwärtsentwicklung, obwohl das nicht immer am jeweiligen Tabellenstand abzulesen war.

Eine glanzvolle Saison waren zum Beispiel die Jahre 1963/64. Der Verein wurde souveräner Staffelsieger der zweiten Kreisklasse Rhein und stieg in die erste Kreisklasse auf. Mit einem 3:0-Erfolg über den SV Nohn holten die Fußballer den Kreismeistertitel in das Vinxtbachtal.

Als die Anforderungen in den Ligen immer höher wurden, ging der FC 1991 die Spielgemeinschaft (SG) Gönnersdorf/Waldorf ein. Sie errang 2005 den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte - den Aufstieg in die Bezirksliga. Im Jubiläumsjahr spielen die Gönnersdorfer bereits in der siebten Saison auf überkreislicher Ebene, nun allerdings wieder als FC Rhenania. Zum 30. Juni 2011 wurde die Spielgemeinschaft aufgelöst. Eine erfolgreiche Bilanz kann der Verein auch in Bezug auf die Jugendarbeit ziehen.

1957 gelang es dem Verein unter der Leitung von Johann Ockenfeld und Christian Walsdorf, ein Gelände anzukaufen und in Eigenleistung einen tollen eigenen Sportplatz einzurichten, der allerdings wegen seines starken Gefälles bei den Gegnern gefürchtet war. Erst 1987 wurde ein neuer Sportplatz in Betrieb genommen werden, nachdem schon 1978 ein Umkleidegebäude mit Duschräumen errichtet worden war. Aktuell wird der noch immer im Vereinsbesitz befindliche Hartplatz in einen Naturrasenplatz umgewandelt.

Aus Anlass des 100-jährigen Bestehens hat der FC Rhenania Gönnersdorf mit seinem Vorsitzenden Rainer Goebel eine 180-seitige Chronik herausgegeben, in der die Höhen und Tiefen der Vereinsgeschichte aufgeführt sind.

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

Rhein-Zeitung, 29.09.2011